2018-08-26 19:59:26 | Aktive

Ärgerlich


Bezirksliga, 02. Spieltag: Donnerstag, 23.09.2018, 18:30 Uhr
FC Krauchenwies/Hausen - Spfr. Hundersingen 2:3 (1:1)
Spielort: Schulsportplatz, Krauchenwies
Zuschauer: 250
Stenogramm: 1:0 Aaron Göggel ('7, FE), 1:1 Johannes Rauch ('43), Rote Karte für Alexander Ziwes ('65, Tätlichkeit), 1:2 Dennis Heiß ('78), 1:3 Marcel Störkle ('89), 2:3 Florian Weidle ('90+2)
Aufstellung: Marius Frank; Markus Heberle, Felix Liehner, Aaron Göggel, Timo Allgaier; Luca Bongermino, Patrick Häberle, Alexander Ziwes, Tim Kremer (ab '89 Andreas Lutz), Timmy Rauser; Patrick Vogler (ab '89 Florian Weidle)


Am zweiten Bezirksliga-Spieltag hat der FC Krauchenwies/Hausen die erste Niederlage einstecken müssen. Mit 2:3 zog man gegen die erwartet starken Sportfreunde aus Hundersingen den Kürzeren, leider aufgrund zweier Umstände, die so hätten nicht sein brauchen.

Umstand eins bildet die Tatsache, dass man sich nach rund einer Stunde total unnötig beim Stand von 1:1 in Unterzahl brachte just in einer Phase, in welcher Zählbares greifbar schien. Umstand zwei weil man gegen die spielstarken Gäste eigentlich nahezu fehlerfrei verteidigte, letztendlich jedoch zwei Fernschussgegentore das Spiel in die entscheidende Bahn lenkten.

Aber der Reihe nach. Kurz vor der Partie mussten Raphael Göggel und Christian Lauria verletzungsbedingt passen, weshalb Coach Andreas Gronbach wiederholt gezwungen war, u.a. mit Patrick Vogler angeschlagene Spieler aufs Feld zu schicken. Doch genau Patrick Vogler war es dann, der in der ersten Offensivaktion zwischen Torhüter und Gegenspieler durchbrach und im 16er umgerissen wurde, in Folge Aaron Göggel den Strafstoß sicher verwandelte. Mit der Führung im Rücken verteidigten unsere Jungs quasi fehlerfrei, weshalb die wie erwartet spielerisch dominanten Gäste am 16er meist mit ihrem Latein am Ende waren. So musste kurz vor der Pause ein Fernschuss zum Ausgleich herhalten. Marius Frank war zwar noch dran, doch die Kugel schlug letztlich knapp neben dem Pfosten ein.

Nach dem Wechsel das gleich Bild. Hundersingen ließ die Kugel laufen, Rot-Weiß hielt mit viel Laufarbeit dagegen. Doch trotz spielerischer Überlegenheit stellten sich für die Gäste quasi keine Torchancen ein. Ausgerechnet als Mitte der zweiten Halbzeit die Feldüberlegenheit der Sportfreunde etwas nachließ passierte das, was nicht passieren darf. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze an Alexander Ziwes war der Schiedsrichter bereits mit der gelben Karte für den Hundersinger in der Hand unterwegs zum Tatort, als sich der Gefoulte aus heiterem Himmel und eigentlich gegen sein Naturell zu einem Schubser am Gegenspieler hinreisen ließ. Die Rote Karte danach eine harte, aber regelkonforme Entscheidung.

Die Unterzahl machte die Aufgabe für unsere Mannen natürlich nicht einfacher, wenngleich die numerische Differenz sich zunächst optisch nicht auf das Spiel auswirkte. Im Gegenteil, besaß die bis dato größte Chance in Durchgang zwei der FCKH, als Timmy Rauser auf Patrick Vogler quengelte, dieser den Ball aus kurzer Distanz jedoch nicht über die Torlinie bugsieren konnte. Quasi im Gegenzug dann im Prinzip das Tor des Tages. Wohl von erfolglosen Versuchen die Sache spielerisch lösen zu können getrieben wuchtete Dennis Heiß, von der Krauchenwieser Defensive nicht entscheidend angelaufen, die Kugel aus rund 25 Metern ins Netz, im Gegensatz zum ersten Tor dieses Mal wohl unhaltbar. Der FCKH machte nun auf, versuchte nochmals alles, forderte nochmals erfolglos Elfmeter doch nach einem Konter in der Schlussminute war es dann Marcel Störkle, der gegen eine entblößte Abwehr den Ball ins leere Tor zur Entscheidung trudeln ließ. Der Anschlusstreffer durch Youngster Florian Weidle quasi mit dem Schlußpfiff kam dann zu spät.

Sicherlich geht der Sieg für die Spfr. Hundersingen aufgrund der Spielanteile im Prinzip in Ordnung. Dennoch wäre ein Punkt für unsere Mannen definitiv drin und aufgrund der kämpferischen Leistung vielleicht auch verdient gewesen, wäre das ein oder andere an diesem Abend schlichtweg einen Ticken anders gelaufen. Eigentlich schlimmer wie diese ärgerliche Niederlage wiegt jedoch die aktuelle Personalsituation aufgrund etlicher angeschlagener Spieler und der anstehenden Sperre für Alexander Ziwes welche noch große Fragezeichen im Raum stehen lässt, wie man am Sonntag in Inneringen eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken soll. Regeneration ist angesagt!